Social Media wird seit einigen Monaten von vielen hoch gelobt und betrieben. Auch Pixeldreher bietet diese Leistungen unter dem Fachbegriff Social Media Marketing an. Mit diesem Artikel möchte ich ein wenig kritisch mit dem Thema umgehen und hinterfragen „Verbrennt Social Media unser Geld?“
Twitter & Co. sitzen am längeren Hebel
Die Frage ist nicht unerheblich, wenn man die aktuellen Geschehnisse betrachtet die bei Twitter immer häufiger passieren. Wie ich bereits im Blog vom Affiliatetheme berichtete, wurde unser deutscher Affiliatetheme Twitter-Account gesperrt. Twitter begründete dies mit: „Multi-Accounts sind nicht gestattet…“ und ist nicht willig, diesen Account wieder zu entsperren oder mir die Möglichkeit zu geben, meine dort aufgebauten Follower über den Sachverhalt zu informieren. Kurz zum Hintergrund: Wir wollten für unseren „neuen Markt“ in Übersee einen separaten Account aufbauen, der ausschließlich englische Tweets veröffentlicht. Dieser Account war namentlich nur geringfügig anders (Deutsch = affili_theme ; Englisch = affili_theme_en) und für Twitter Grund genug, den deutschen Account zu sperren, auf Grund der Annahme das es sich lediglich um Dublicated Content handelt.
Allgemein könnte man meinen, dass Twitter hier etwas gegen die vielen Spam-Profile unternehmen will und selbstverständlich auch muss, nur sollte dies nicht mit Accounts passieren, die einen gesunden Aufbau nachweisen können und „echte“ Follower haben.
Bei größeren Unternehmen wie zum Beispiel Groupon etc. scheint es solche Probleme im Übrigen nicht zu geben, da hier noch sämtliche „Stadt-Accounts“ online sind.
Zurück zur Headline
Nehmen wir mal an, diese Prozedur geschieht mit einem Account der über 1 oder 2 Jahre hinweg aufgebaut wurde,1000+ Follower hat und als aktives Instrument zur Kundenkommunikation genutzt wird: Twitter würde hier mit einem Schlag sämtliche Zeit, Recherche und somit investiertes Budget regelrecht verbrennen und in Luft auflösen. Selbstverständlich hat man laut der Twitter-Hilfe die Möglichkeit, seinen Account wieder zu entsperren, jedoch hat Twitter meistens seine Gründe weshalb es zur Sperrung kam und lässt davon wahrscheinlich in den seltensten Fällen wieder ab.
Für Facebook und alle anderen Social Media Kanäle gilt im übrigen das selbe: Die Portale sitzen immer am längeren Hebel und wer sich nicht an die „Regeln“ hält – fliegt!
Ich möchte jetzt nicht die beleidigte „Leberwurst“ spielen oder Social Media die vorhandene Kraft und Möglichkeit absprechen, nur sollte es jedem Nutzer immer im klaren sein, dass man sich vom Social-Media Kanal, ob Twitter, Facebook usw. abhängig macht und jederzeit gesperrt werden kann. Ähnlich wie ein Google Penalty – hier jedoch, kommt man meistens wieder raus
Wie siehst du das?
Verbrennt man sein Geld mit Social Media? Hast du auch schon einmal solche Erfahrungen machen müssen oder kennst andere gute Accounts, die einfach gesperrt wurden? Über konstruktive Kritik und Kommentare freue ich mich und sende auf diesem Weg viele Grüße in den Social-Orbit!
Hi André,
bevor ich SEO gemacht habe, war ich ein sehr aktiver Social Media Nutzer. Damals hieß das noch nicht so. Es gab Foren und Communities für die unterschiedlichsten Interessensgebiete. Manchmal wurden diese Portale geschlossen oder einzelne Threads (= Forendiskussionen) von gutmeinenden Admins geclosed. Dadurch verlor man als Privatperson Zeit, Kontakte, Informationen.
Das ist bis heute nicht anders geworden, weshalb ich der Meinung bin, dass man mit Social Media Aktivitäten Geld und Zeit verschwenden kann.
Mit der richtigen Strategie sollte es allerdings noch wahrscheinlicher sein, ersteinmal wesentlich mehr zu gewinnen: Branding, Reputation und natürlich Umsatz.
Grüße aus München,
Benjamin
Hallo Benni,
vielen dank für deinen guten Kommentar – klar, ich bin selbst von den Möglichkeiten von SMM überzeugt, nutze sie und biete sie als Teil vom Onlinemarketing mit an, jedoch wollte ich mit diesem Artikel ein wenig provokant auf das Thema aufmerksam machen und auf die Gefahr hinweisen, dass mit einem Atemzug das viele Engagement & gleichzeitig das Marketing-Budget welches man investiert hat, weg sein kann.
Man (ich jedenfalls) hört einfach zu selten von solchen Fällen und ich bin mir sicher, dass mein Fall, kein Einzelfall ist/war.
Hi André
Kann mir gut vorstellen, dass Misserfolge nicht kommuniziert werden, da sie dem Ruf des Unternehmens und dem der Operatoren schaden könnten. Zudem würde ich ungern meinen Mitbewerbern zeigen, welche Fehler ich schon gemacht habe, da die Jungs ihre Fehler schon selbst machen sollen ^^
Zum Glück ist es wenig wahrscheinlich, dass ein Hostingprovider dicht macht und Files und Datenbanken verschütt gehn.
Gerade dass es noch so ist wie früher, ist wohl ein entscheidender Punkt, denn früher hat man lediglich als Privatperson Zeit, Nerven und Informationen verloren, heute jedoch muss man den Spagat zwischen Privatem und Beruflichem schaffen – bei Facebook oder Twitter ist dies ja sehr stark gemischt.
Für die eine Gruppe bedeutet es Zeitverlust, Nervenverlust oder ähnliches und für die anderen ist es zudem – oder eben dadurch – Geldverlust. Von daher ist es heute einfach viel weitreichender, wenn etwas Berufliches willkürlich gelöscht o.ä. wird, als wenn dies bei “belanglosen” privaten Dingen passiert.
So schön Social Media auch ist, egal in welcher Facette, man begibt sich dabei immer in sehr starke Abhängigkeit von dem jeweiligen Anbieter wie Facebook, Twitter & Co.
Wenn also dem einen etwas nicht schmeckt und man somit gesperrt, gelöscht oder sonstwas wird, dann ist es einfach vorbei. So ist es leider.
ERGO: Wer auf Social Media setzt, geht ein gewisses Risiko ein… Ist leider so.
Ich hatte eigentlich damit gerechnet einen Thema zum ROI hier zu finden – natürlich ist es wichtig darauf aufmerksam zu machen dass Facebook und Twitter am längeren Hebel sitzen. Wer allerdings nur ein Häckchen an die AGBs macht anstatt sich sorgsam durchzu lesen was für Regeln die Netzwerke aufstellen – der ist selbst schuld.
Ich grüble auch schon länger, meinen Haupt-Account in mehrere aufzuteilen: Einen für den SEO-Kram, einen für eher privateres usw. Aber angesichts solcher Dinge ist mir das zu heikel.
Also ich denke, solange man sich durch den Namen wirklich stark unterscheidet – fällt man auch nicht in das Raster oder den Filter, den Twitter dort verwenden muss.
Bei mir ging das leider recht fix und Twitter hat sich nicht dazu bereit erklärt, den Account wieder freizuschalten.