Was ist Flattr? Und was ist ein Micro-Payment Service? Die Antwort ist prinzipiell so simpel wie Flattr selbst: Jeder bekommt ein Stück vom Kuchen und alle haben etwas davon. Wie das genau geht und was Flattr damit erreichen möchte, will ich euch in meinem ersten re:publica Recap berichten.
Flattr – so einfach, so gut?
Flattr ist im Grund ein sozialer Dreh- und Angelpunkt, der für Blogger oder allgemein für Kreative wie Musiker, Journalisten oder auch Grafiker genutzt werden kann, um ihre Inhalte monetarisieren zu können. Der Ablauf einer solchen “Spende” kann man sich in etwa so vorstellen:
Szenario eines Bloglesers:
“Als regelmäßiger Blogleser und Nutzer von kostenlosem Content im Internet, habe ich mich dazu entschlossen, denen, die wirklich guten Content liefern, eine kleine Spende zu geben. Das ganze soll jedoch nicht umständlich über Paypal oder eine Amazon Wishlist ablaufen, sondern nach Möglichkeit mit einem kleinen Klick, direkt nach dem Lesen des Artikels oder dem Hören einer kostenlosen MP3 bei myspace und Co.
Um mein monatliches Spendenbudget nicht ständig im Kopf haben zu müssen und mich immer wieder einzuloggen, melde ich mich kostenlos bei Flattr an. Dort kann ich über Paypal und diverse andere Kanäle mein Guthaben (min. 2 € im Monat) aufladen und im Anschluss an all die verteilen, denen ich etwas für ihre Arbeit geben möchte.”
Geld verdienen mit dem Flattr Button
Flattr bietet Bloggern die Möglichkeit an, einen Button auf seinem Blog oder seiner Website einzubinden, um darüber die kleinen Micro-Spenden zu bekommen. Seine Leser müssen sich nun also nicht mehr bei Paypal und Co. einloggen, um etwas zu belohnen, sondern können mit nur einem Klick eine kleine Geste hinterlassen.
Der Clou an dem Modell: Das monatliche Spendenbudget wird durch sämtliche Klicks auf einen der Flattr Buttons geteilt. Klickt der Leser also 100x im Monat auf einen Button, wird der Blogger mit einem 100stel des Spendenbudget belohnt.
Short-Facts zu Flattr
Flattr behält 10% vom jeweiligen Spendenbudget. Flattr befindet sich noch in einer Closed-Beta Phase – sollte jedoch in knapp 2 Monaten für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Eine offene Beta soll bereits in eine paar Wochen veröffentlicht werden.
Wie denkst du über Flattr? Wäre diese Variante der Monetarisierung etwas für dich oder hältst du das Angebot für unseriös?
Weitere Informationen zu Flattr bekommst du auf der Flattr Website www.flattr.com
Update: Bei der “Morgenpost” wurde ein Interview mit dem Flattr-Gründer Peter Sunde (ehemalig PirateBay) veröffentlicht: http://www.morgenpost.de/web-wissen/article1291708/Flattr-So-kann-jeder-im-Internet-Geld-verdienen.html
… endlich mal fort von amazon, paypal und konsorten, ob flattr seriös, wird sich zeigen.
Kling nicht uninterresant werd ich mal einbauen. Danke!
Es gab hier auf der re:publica auch 20 Invite Codes für die Closed-Beta. Habs leider nicht geschafft, da hier das Netz regelmässig zusammenbricht.
Bin gespannt wie sich dieser Dienst in Deutschland und auch Weltweit durchsetzen wird.